IRAN
Überblick eines vielfältigen Landes
Iran ist ein multikulturelles Land mit mehr als einem Dutzend bedeutender Kulturen und Volksgruppen.
31 Provinzen | über 165 bedeutende Städte über 60.000 Einwohner | 2 strategische Inseln im Persischen Golf
Bevölkerung: über 93 Millionen

Der Iran ist ein historisch gewachsenes Land mit einer außergewöhnlichen kulturellen, sprachlichen und geografischen Vielfalt. www.iransinfo.com bietet eine umfassende Übersicht über alle Provinzen, großen Städte (über 60.000 Einwohner), ethnischen Bevölkerungsgruppen, UNESCO-Welterbestätten sowie wirtschaftliche, politische und geografische Strukturen des Landes.
Iran von der dicht besiedelten Hauptstadtregion bis zur weiten Wüste Sistan-Belutschistans –
der Iran ist ein Land außergewöhnlicher Vielfalt.


Provinz 1
Provinz Teheran
Die Provinz Teheran ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz Irans. Mit der gleichnamigen Hauptstadt beherbergt sie mehr als 15 Millionen Menschen und weist die höchste Bevölkerungsdichte des Landes auf. Hier befinden sich die zentralen Regierungsinstitutionen, die größten Universitäten sowie die bedeutendsten Industrie- und Dienstleistungszentren.
Die Region erstreckt sich am Südfuß des Elburs-Gebirges und vereint moderne Metropolarchitektur mit traditionellen Basaren und historischen Stätten. Die wirtschaftliche Dominanz Teherans zieht Arbeitssuchende aus dem gesamten Land an und verstärkt die Urbanisierung kontinuierlich.

Teheran
Hauptstadt & Metropole, ca. 15 Mio. Einwohner
Shadshahr
Industriestandort
Shahriar
Wachsende Satellitenstadt
Malard
Westliche Vorstadt Teherans
Pakdasht
Industriestadt im Südosten

Qal'eh Hasan Khan
Historische Festungsstadt
Nasimshahr
Schnell wachsende Vorstadt
Golestan
Wohnvorort im Großraum Teheran
Andisheh
Moderne Planstadt westlich Teherans
Robat Karim
Südlicher Vorort & Industriegebiet
Provinz 2
Provinz Razavi Khorasan
Razavi Khorasan im Nordosten Irans ist das religiöse Zentrum des schiitischen Islams. Die Provinzhauptstadt Mashhad beherbergt das Heiligtum des Imam Reza – eine der meistbesuchten Pilgerstätten der Welt mit jährlich über 20 Millionen Besuchern. Diese religiöse Bedeutung macht die Region zu einem wichtigen wirtschaftlichen Knotenpunkt für den Pilger- und Religiotstourismus.
Jenseits der spirituellen Dimension ist die Provinz auch landwirtschaftlich und industriell bedeutend. Safran, Baumwolle und Zuckerfabrikation prägen die Wirtschaft der ländlichen Gebiete. Neyshabur ist für seine historischen Ruinen und den berühmten Dichter Omar Khayyam bekannt.

Mashhad
Provinzhauptstadt, Religiöse Metropole, zweitgrößte Stadt Irans
Neyshabur
Historische Stadt, Geburtsort Khayyams
Torbat-e Heydarieh
Traditionelle Safranregion
Torbat-e Jam
Historische Stadt mit bedeutendem Sufi-Schrein

Sabzevar
Universitäts- und Handelszentrum
Kashmar
Weiteres Zentrum der Provinz
Chenaran
Fruchtbare Landwirtschaftsregion
Quchan
Grenzstadt & Landwirtschaftsregion im Norden
Provinz 3
Provinz Isfahan
Isfahan zählt zu den bedeutendsten Provinzen Irans – historisch, kulturell und industriell. Die Provinzhauptstadt gilt als eine der schönsten Städte der Welt und beherbergt mit dem Naqsh-e Jahan-Platz eines der größten historischen Stadtplätze der Erde, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Prächtige Safawidische Moscheen, Brücken und Paläste prägen das Stadtbild.
Gleichzeitig ist Isfahan ein modernes Industrie- und Technologiezentrum. Stahlwerke, Petrochemie und Textilproduktion machen die Provinz zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Irans. Kashan ist für seine berühmten Teppiche und Rosenöldestillation weltweit bekannt.

Isfahan
Provinzhauptstadt, Kulturelles Welterbe & Metropole

Kashan
Teppiche & Rosenöl
Shahreza
Historische Stadt & Agrarregion
Homayunshahr
Industriestadt westlich Isfahans

Najafabad
Industrie & Satellitenstädte
Shahin Shahr
Automobilindustrie & Wohnstadt
Sedeh
Industrie- & Handelszentrum
Falavarjan
Landwirtschaft & Textil
Provinz 4
Provinz Fars
Fars ist die historische Kernregion Persiens und der Ursprungsort der achämenidischen Zivilisation. Die Ruinen von Persepolis, der Zeremonialhauptstadt des Persischen Reiches, liegen in dieser Provinz und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die kulturelle und identitätsstiftende Bedeutung von Fars für die gesamte iranische Nation ist kaum zu überschätzen.
Shiraz, die Provinzhauptstadt, ist als Stadt der Dichter, Rosen und des Weins berühmt – Hafez und Saadi, zwei der größten persischen Lyriker, sind hier begraben. Wirtschaftlich spielen Landwirtschaft, Tourismus und petrochemische Industrie eine wichtige Rolle. Die Region produziert bedeutende Mengen an Weizen, Baumwolle und Zitrusfrüchten.

Shiraz
Provinzhauptstadt, Kulturzentrum, ca. 1,9 Mio. Einwohner
Marvdasht
Nahe Persepolis, Agrarregion
Kazerun
Historische Stadt & Sassanidische Stätten
Lar
Handelsstadt & Kulturzentrum im Süden

Jahrom
Historische Handelsstadt im Süden
Fasa
Landwirtschaft & Granatäpfelm Pfirsiche, Zitrusfrüchte
Darab
Historische Stadt & Agrarregion
Neyriz
Salzsee & Naturlandschaft
Provinz 5
Provinz Khuzestan
Khuzestan ist Irans ölreichste Region und wirtschaftlich von enormer nationaler Bedeutung. Die Provinz beherbergt den Großteil der iranischen Erdölreserven sowie wichtige petrochemische Anlagen, die den Staatshaushalt maßgeblich finanzieren. Ahvaz, die Provinzhauptstadt, liegt am Fluss Karun und ist ein bedeutendes Industrie- und Handelszentrum.
Historisch war Khuzestan Zentrum der elamitischen Zivilisation. Städte wie Shushtar mit ihren historischen Wasseranlagen (UNESCO-Weltkulturerbe) und Abadan mit seiner Raffineriegeschichte prägen das vielfältige Erbe der Region. Die Provinz ist auch ethnisch divers – arabischsprachige Bevölkerung, Luren und Perser leben hier nebeneinander.

Ahvaz
Provinzhauptstadt, Industriemetropole am Karun
Abadan
Historische Raffinerie-Stadt
Mahshahr
Industrie & Petrochemie
Khorramshahr
Kriegsgeschichte & Hafenstadt
Masjed Soleyman
Erste Ölquelle Irans & Industriestadt
Bandar Shahpur
Historischer Hafenname vor 1979 (heute: Bandar-e Imam Khomeyni), wichtiger Exporthafen am Persischen Golf

Dezful
Historische Grenzstadt
Shushtar
UNESCO-Wasseranlagen & Geschichte
Izeh
Antike Felsreliefs & Natur
Behbahan
Historische Stadt & Agrarregion
Provinz 6
Provinz Ost-Aserbaidschan
Ost-Aserbaidschan im Nordwesten Irans ist eine industrie- und kulturstarke Region mit aserbaidschanisch-türkischer Bevölkerungsmehrheit. Tabriz, die Provinzhauptstadt, ist eine der bedeutendsten Metropolen des Landes und blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte als Handelszentrum zurück. Der historische Basar von Tabriz gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als einer der größten überdachten Märkte der Welt.
Industriell ist die Provinz stark in den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Petrochemie und Textilherstellung. Die geografische Nähe zur Türkei und Aserbaidschan macht die Region zu einem wichtigen Grenz- und Transitstandort. Kulturell prägt das aserbaidschanische Erbe Sprache, Musik und Brauchtum der Bevölkerung.

Tabriz
Provinzhauptstadt, Industriemetropole, UNESCO-Basar, ca. 1,7 Mio. Einwohner
Maragheh
Historisches Astronomiezentrum
Marand
Grenz- und Handelsstädte
Ahar
Historische Stadt & Kupferbergbau
Bonab
Handels- & Industriestadt
Provinz 7
Provinz Mazandaran
Mazandaran am Kaspischen Meer zählt zu den dicht besiedelten und landschaftlich reizvollsten Provinzen Irans. Das gemäßigte, feuchte Klima macht die Region zum landwirtschaftlichen Garten Irans – Reis, Tee, Zitrusfrüchte und Oliven gedeihen hier in Fülle. Die Wälder am Südufer des Kaspischen Meeres sind ökologisch einzigartig in der sonst trockenen Region.
Tourismus spielt eine zunehmend wichtige Rolle: Städter aus Teheran und anderen Metropolen besuchen die Küstenregion als beliebtes Naherholungsziel. Sari, die Provinzhauptstadt, und Babol sind bedeutende Verwaltungs- und Handelszentren, während Noshahr als Hafenstadt fungiert.

Sari
Provinzhauptstadt und Verwaltungszentrum
Babol
Wichtige Universitätsstadt
Amol
Historische Stadt am Haraz-Fluss
Shahi
Industrie- und Textilstadt
Behshahr
Industriestadt & Kaspikküste

Noshahr
Hafenstadt & Touristikzentrum am Kaspischen Meer
Chalous
Bergstraße & Erholungsort im Alborz-Gebirge
Ramsar
Bekannt für heiße Quellen & Feuchtgebiete-Konvention
Babolsar
Küstenstadt & Universitätsstandort am Kaspischen Meer
Provinz 8
Provinz West-Aserbaidschan
West-Aserbaidschan grenzt an die Türkei, den Irak und die Republik Aserbaidschan und ist eine ethnisch und kulturell vielfältige Grenzregion. Der Urmia-See, einst einer der größten Salzseen der Welt, liegt im Herzen der Provinz – sein dramatischer Rückgang durch Klimawandel und übermäßige Wasserentnahme ist eines der gravierendsten ökologischen Probleme der Region.
Die Bevölkerung umfasst aserbaidschanische Türken, Kurden und Assyrer, was die kulturelle Vielfalt widerspiegelt. Urmia, die Provinzhauptstadt, ist ein wichtiges Handelszentrum. Mahabad hat historische Bedeutung als ehemaliges Zentrum der Republik Mahabad (1946). Landwirtschaft, insbesondere Obstanbau, ist ein zentraler Wirtschaftszweig.

Urmia
Provinzhauptstadt, nahe dem Urmia-See
Khoy
Grenzstadt zur Türkei
Mahabad
Historisches kurdisches Zentrum
Bukan
Weitere Städte der Provinz
Miandoab
Landwirtschaft & Urmia-Seenähe
Provinz 9
Provinz Kerman
Kerman ist mit Abstand eine der flächengrößten Provinzen Irans und zeichnet sich durch seine rohstoffreiche Wirtschaft aus. Die Region beherbergt bedeutende Kupfer-, Eisenerz- und Kohlevorkommen. Die Kupfermine Sarcheshmeh bei Rafsanjan gilt als eine der größten der Welt und ist ein zentraler Pfeiler der iranischen Bergbauindustrie.
Die Provinzhauptstadt Kerman ist bekannt für ihre historischen Paläste, Moscheen und die traditionelle Teppichweberei. Bam, bekannt für seine gleichnamige Zitadelle (UNESCO-Weltkulturerbe), wurde 2003 durch ein verheerendes Erdbeben schwer beschädigt und wird seitdem wiederaufgebaut. Jiroft hat archäologische Bedeutung als mögliche Wiege einer frühen Zivilisation.

Kerman
Provinzhauptstadt, Teppich & Geschichte
Bam
UNESCO-Zitadelle & Erdbeben
Jiroft
Archäologie & frühe Zivilisation
Shahr-e Babak
Historische Stadt & Kupferregion

Sirjan
Industrie- und Bergbaustandort
Rafsanjan
Heimat der Sarcheshmeh-Kupfermine
Kahnuj
Südliche Grenzregion & Agrarstadt
Provinz 10
Provinz Alborz
Alborz ist die jüngste und kleinste Provinz Irans, 2010 von der Provinz Teheran abgetrennt. Trotz ihrer geringen Fläche zählt sie zu den am dichtesten besiedelten Regionen des Landes. Die Provinzhauptstadt Karaj ist mit über 1,6 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Städte Irans und funktioniert als westliche Satellitenstadt der Hauptstadt.
Die Nähe zu Teheran und das gute Verkehrsnetz machen Alborz zu einem attraktiven Industrie- und Wohnstandort. Zahlreiche Industriebetriebe, Lagerhäuser und Produktionsstätten haben sich in der Region angesiedelt. Das Elburs-Gebirge bietet zudem Möglichkeiten für Wintersport und Naturtourismus.

Karaj
Provinzhauptstadt, ca. 1,6 Mio. Einwohner
Fardis
Schnell wachsende Vorstadt
Mohammadshahr
Wohnvorort im Großraum Karaj

Nazarabad
Industriestandort westlich von Karaj
Hashtgerd
Neue Industriestadt
Kamal Shahr
Wachsende Satellitenstadt nahe Karaj
Provinz 11
Provinz Gilan
Gilan ist Irans grüne Küstenperle am Kaspischen Meer. Das humid-subtropische Klima beschert der Region üppige Vegetation, ausgedehnte Wälder und ertragreiche Landwirtschaft. Reis ist das wichtigste landwirtschaftliche Produkt, gefolgt von Tee – Gilan ist das Hauptanbaugebiet für iranischen Tee. Die malerische Landschaft zwischen Meer und Bergen zieht zudem viele Touristen an.
Rasht, die Provinzhauptstadt, ist als kulinarische Hauptstadt Irans bekannt und wurde von der UNESCO als Kreativstadt der Gastronomie ausgezeichnet. Die Stadt Bandar E Pahlavi ist der wichtigste iranische Hafen am Kaspischen Meer und ein bedeutender Handelsstandort. Die Region gilt als kulturell eigenständig mit ausgeprägter gilakischer Identität.

Rasht
Provinzhauptstadt, UNESCO-Kreativstadt der Gastronomie

Bandar-e Pahlavi
Wichtigster Kaspischer Hafen Irans
Lahijan
Tee- und Reisregionen der Provinz
Langarud
Reisanbau & Kaspikküste
Rudsar
Tee & Zitrusfrüchte
Provinz 12
Provinz Kermanshah
Kermanshah im westlichen Iran ist eine Region von außerordentlicher historischer Tiefe und strategischer Lage. Das Behistun-Denkmal – eine der wichtigsten altpersischen Inschriften des Königs Darius I. – liegt in dieser Provinz und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Die Region war über Jahrtausende ein Knotenpunkt zwischen Mesopotamien und dem iranischen Hochplateau.
Die Bevölkerung ist überwiegend kurdisch und schiitisch-islamisch geprägt. Kermanshah ist eine bedeutende Handels- und Industriestadt mit petrochemischen Anlagen und Agrarbetrieben. Die Provinz grenzt an den Irak, was ihr besondere geopolitische Bedeutung verleiht. Islamabad-e Gharb und Sonqor sind wichtige Regionalzentren.

Kermanshah
Provinzhauptstadt, ca. 950.000 Einwohner
Shahabad
Regionaler Handelsknotenpunkt
Sonqor
Ländliche Regionalzentren
Javanrud
Kurdische Grenzstadt & Natur
Sarpol-e Zahab
Grenzstadt zum Irak, bekannt durch das Erdbeben 2017
Provinz 13
Provinz Hormozgan
Hormozgan ist Irans wichtigste Hafen- und Handelsprovinz am Persischen Golf und der Straße von Hormuz – einer der strategisch bedeutsamsten Meerengen der Welt. Bandar Abbas ist der größte und wichtigste Seehafen Irans und Drehscheibe für den gesamten Außenhandel des Landes. Durch die Straße von Hormuz fließt ein erheblicher Teil des globalen Erdölhandels.
Die Insel Qeshm ist die größte Insel des Persischen Golfs und beherbergt eine Freihandelszone, die ausländische Investitionen anzieht. Die Region ist zudem für ihre einzigartige Küstenlandschaft, Mangroven und die bunten traditionellen Dhow-Boote bekannt. Minab ist ein bedeutendes Agrar- und Fischereizentrum.

Bandar Abbas
Provinzhauptstadt, Größter Seehafen Irans, strategischer Knotenpunkt
Qeshm
Größte Insel am Persischen Golf, Freihandelszone
Minab
Fischerei und Küstenhandel
Bandar Lengeh
Handelshafen & Perlenfischerei
Kish
Freihandelszone & Touristik-Insel im Persischen Golf
Provinz 14
Provinz Golestan
Golestan im Norden Irans ist eine landwirtschaftlich geprägte Region mit großer ökologischer Vielfalt. Die Provinz erstreckt sich von den Ausläufern des Elburs-Gebirges bis zu den Ebenen an der turkmenischen Grenze. Der Golestan-Nationalpark ist eines der ältesten und artenreichsten Schutzgebiete Irans und Heimat des Kaspischen Tigers (heute ausgestorben) und anderer seltener Tierarten.
Die Bevölkerung ist ethnisch gemischt: Turkmenen, Perser und Kasachen leben in der Region. Gorgan, die Provinzhauptstadt, ist ein wichtiges Verwaltungs- und Bildungszentrum. Gonbad-e Kavus ist bekannt für seinen gleichnamigen Turm – einen der höchsten Backsteintürme der Welt (UNESCO-Weltkulturerbe). Landwirtschaft mit Weizen, Baumwolle und Raps dominiert die Wirtschaft.

Gorgan
Provinzhauptstadt & Verwaltungszentrum
Gonbad-e Kavus
UNESCO-Welterbeturm
Aliabad-e Katul
Agrarregion im Zentrum
Bandar Torkaman
Kaspischer Hafen
Provinz 15
Provinz Lorestan
Lorestan ist eine bergige Provinz im westlichen Iran mit einer tief verwurzelten nomadischen und traditionellen Lebensweise. Die Region ist Heimat des lurischen Volkes, bekannt für ihre einzigartige Musik, das Lur-Instrument (Dotar) und kunstvolle Metallarbeiten. Archäologisch ist Lorestan durch die berühmten Luristan-Bronzen bekannt, die auf das 2. und 1. Jahrtausend v. Chr. datieren.
Khorramabad, die Provinzhauptstadt, liegt malerisch in einer engen Schlucht des Zagros-Gebirges und beherbergt die imposante Falak-ol-Aflak-Festung. Borujerd ist ein wichtiges Handels- und Bildungszentrum. Die Provinz leidet unter wirtschaftlicher Unterentwicklung, hat aber großes Potenzial im Öko- und Kulturtourismus.

Khorramabad
Provinzhauptstadt, Festung Falak-ol-Aflak
Borujerd
Industrie- und Bildungszentrum
Dorud
Bergstadt mit Skigebiet
Aligudarz
Traditionelles Regionszentrum
Kuhdasht
Landwirtschaftsstadt & Regionalzentrum im Zagros-Gebirge
Provinz 16
Provinz Sistan und Belutschistan
Sistan und Belutschistan ist die flächengrößte Provinz Irans, aber zugleich eine der ärmsten und dünn besiedelten Regionen des Landes. Die Provinz grenzt an Pakistan und Afghanistan, was ihr eine besondere geopolitische Sensibilität verleiht. Schmuggel, Wasserknappheit und ethnische Spannungen sind zentrale Herausforderungen der Region.
Der Hamoun-See im Norden – einst ein wichtiges Feuchtgebiet – ist durch anhaltende Dürre und Flussumleitungen fast vollständig ausgetrocknet. Chabahar am Arabischen Meer ist der einzige ozeanische Hafen Irans und von strategischer Bedeutung für den Transithandel nach Afghanistan und Zentralasien. Die Bevölkerung ist überwiegend belutschisch-sunnitisch.

Zahedan
Provinzhauptstadt & regionales Zentrum
Chabahar
Einziger ozeanischer Hafen Irans
Zabol
Historische Stadt, Nahum-Hamoun-Region
Iranshahr
Städte im Belutschistan-Teil
Saravan
Grenzstadt & Belutschistan-Region
Provinz 17
Provinz Markazi
Markazi – auf Deutsch „die zentrale Provinz" – liegt im Herzen Irans und ist trotz ihrer geringen Größe industriell hochbedeutend. Die Provinzhauptstadt Arak ist eines der wichtigsten Industriezentren des Landes mit bedeutenden Rüstungs-, Petrochemie- und Maschinenbetrieben. Die Region verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur und ist Verkehrsknotenpunkt zwischen Teheran und dem Süden.
Saveh ist bekannt für seinen Granatapfelanbau und historische Karawansereien. Die Provinz spielt auch eine Rolle in der Nuklearindustrie Irans – in Arak befindet sich ein schwerer Wasserreaktor. Insgesamt prägt industrielle Produktion das wirtschaftliche Profil der Region stärker als Landwirtschaft oder Tourismus.

Arak
Provinzhauptstadt & Industriezentrum
Saveh
Landwirtschaft & Granatäpfel
Khomein
Geburtsort Ayatollah Khomeinis
Delijan
Historische Karawanenstadt
Mahallat
Bekannt für Blumenanbau
Tafresh
Bergregion & Kulturerbe
Ashtian
Kleinstadtregion im Zentralplateau
Provinz 18
Provinz Qom
Qom ist das religiöse Herz des schiitischen Islams in Iran und beherbergt das Heiligtum der Fatimah Ma'sumah, Schwester des achten Imams. Die Stadt ist Sitz der wichtigsten schiitischen Religionsgelehrten und Ausbildungszentrum für Tausende von Theologiestudenten aus der ganzen islamischen Welt.
Politisch hat Qom enormen Einfluss auf die Islamische Republik – viele führende Kleriker und Politiker stammen aus dieser Stadt. Wirtschaftlich wird die Provinz durch religiösen Tourismus und eine wachsende Industrie geprägt. Qom ist gleichzeitig ein wichtiger Standort der iranischen Nuklearanlage Fordow.

Qom
Provinzhauptstadt & Metropole Stadt der Provinz
Khomein
Geburtsort Khomeinis

Saveh
Regionalzentren Markazi
Provinz 19
Provinz Qazvin
Qazvin, im Nordwesten des Landes gelegen, blickt auf eine reiche Geschichte als ehemalige Hauptstadt des Safawidischen Reiches zurück. Im 16. Jahrhundert war die Stadt politisches und kulturelles Zentrum Irans, bevor die Hauptstadt nach Isfahan verlegt wurde. Dieses Erbe ist noch heute in prächtigen Moscheen, Palästen und Basaren sichtbar.
Heute ist die Provinz eine wichtige Industrie- und Transitregion. Qazvin liegt an der Hauptverkehrsachse zwischen Teheran und dem Nordwesten des Landes. Bedeutende Branchen umfassen Lebensmittelverarbeitung, Textil und Maschinenbau. Takestan ist für seinen Weinanbau bekannt – einer der ältesten Weinbauregionen Irans. Abyek hat sich als Industriestandort entwickelt.

Qazvin
Ehemalige Safawidische Hauptstadt, ca. 430.000 Einwohner
Takestan
Traditionelle Weinbauregion
Abyek
Wachsender Industrie­standort
Alvand
Industriestadt & Wohnvorort nahe Qazvin
Provinz 20
Provinz Yazd
Yazd liegt inmitten der zentraliranischen Wüste und gilt als eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt. Die charakteristische Lehmarchitektur, die labyrinthischen Gassen der Altstadt und die mächtigen Windtürme (Badgir) machten Yazd 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt ist auch ein Zentrum des Zoroastrismus – die in Iran verbliebene zoroastrische Gemeinschaft konzentriert sich vor allem hier.
Yazd ist bekannt für seine Seidenweberei, Süßwaren (besonders Qotab und Baqlava) und seine einzigartige Wasserwirtschaft mit dem historischen Qanat-System. Ardakan und Meybod sind historische Städte mit bedeutendem kulturellem Erbe. Die Region ist trocken, aber mit moderner Wasser­infra­struktur zunehmend landwirtschaftlich genutzt.

Yazd
Provinzhauptstadt, UNESCO-Weltkulturerbe, Zentrum des Zoroastrismus
Ardakan
Historische Städte mit Qanat-Tradition
Abarkuh
Historische Karawanenserei-Stadt
Meybod
Historische Lehmstadt & Karawanserei
Provinz 21
Provinz Hamadan
Hamadan ist eine der ältesten Städte der Welt und entspricht dem antiken Ekbatana, der Sommerresidenz der Meder und Achämeniden. Die Geschichte der Region reicht über 3.000 Jahre zurück, und archäologische Funde bezeugen die Bedeutung dieser Stadt als politisches und kulturelles Zentrum Vorderasiens. Das Mausoleum Avicennas (Ibn Sinas), des bedeutendsten Philosophen und Mediziners Welt, befindet sich in Hamadan.
Die Provinz liegt im Zagros-Gebirge auf über 1.800 Metern Höhe, was ihr ein kaltes, schneereiche Winter beschert. Landwirtschaft (Getreide, Kartoffeln), Lederverarbeitung und Teppichweberei sind wichtige Wirtschaftszweige. Malayer ist ein weiteres Industriezentrum, während Nahavand historische Bedeutung als Schlachtort von 642 n. Chr. hat.

Hamadan
Provinzhauptstadt, Antikes Ekbatana, Avicenna-Mausoleum
Malayer
Industrie- und Teppichzentrum
Nahavand
Historische Schlachtstadt
Tuyserkan
Traditionelles Handwerkszentrum
Provinz 22
Provinz Semnan
Semnan ist eine der größten Provinzen Irans nach Fläche, aber zugleich eine der am dünnsten besiedelten. Die Region erstreckt sich über das nördliche Zentralplateau Irans und umfasst Teile der Großen Salzwüste (Dasht-e Kavir). Das Klima ist extrem kontinental – heiße, trockene Sommer und kalte Winter prägen den Alltag.
Shahroud ist nach der Provinzhauptstadt Semnan das wichtigste Zentrum und Sitz einer renommierten Universität. Damghan ist eine der ältesten Städte Irans und beherbergt bedeutende historische Moscheen. Garmsar liegt strategisch an der Autobahn Teheran–Mashhad und hat sich zu einem Industrie- und Logistikstandort entwickelt.

Semnan
Provinzhauptstadt & Tor zur Dasht-e Kavir Wüste
Shahroud
Universitätsstadt & Astronomiezentrum
Damghan
Eine der ältesten Städte Irans mit bedeutenden Moscheen
Garmsar
Industrie- & Logistikstandort an der Autobahn Teheran–Mashhad
Provinz 23
Provinz Ardabil
Ardabil im äußersten Nordwesten Irans ist eine Bergprovinz mit kaltem Klima und ausgeprägter aserbaidschanischer Kultur. Die Provinzhauptstadt Ardabil beherbergt den Schah-Safi-ad-Din-Schrein, ein UNESCO-Weltkulturerbe, der als Mausoleum des Begründers der Safawidendynastie von höchster historischer Bedeutung ist.
Die Region ist bekannt für ihre malerische Berglandschaft, heiße Quellen und den Sabalan-Vulkan (4.811 m). Meshginshahr und Khalkhal sind wichtige Regionalzentren. Parsabad liegt an der Grenze zu Aserbaidschan und Russland und ist ein Grenzknotenpunkt. Landwirtschaft und Viehzucht dominieren die Wirtschaft.

Ardabil
Provinzhauptstadt & UNESCO-Welterbe Schah-Safi-ad-Din-Schrein, Zentrum der Safawidendynastie
Parsabad
Grenzknotenpunkt nahe Aserbaidschan & Russland, wichtiges Agrarzentrum
Meshgin Shahr
Regionalzentrum am Fuße des Sabalan-Vulkans, bekannt für heiße Quellen
Provinz 24
Provinz Zanjan
Zanjan liegt im Nordwesten Irans zwischen den Provinzen Qazvin, Hamadan und Ardabil. Die Provinz ist sowohl landwirtschaftlich als auch industriell geprägt und verfügt über bedeutende Lagerstätten von Blei, Zink und anderen Metallen. Die Mine von Angouran gilt als eine der größten Zink- und Bleiminen der Welt.
Die Provinzhauptstadt Zanjan ist für ihre kunstvolle Messerherstellung und Knüpfteppiche bekannt. Soltaniyeh, ein kleines Städtchen in der Provinz, beherbergt das mächtige Mausoleum des Öljeitü-Khans aus dem 14. Jahrhundert – ein Meisterwerk Architektur und UNESCO-Weltkulturerbe. Abhar und Khorramdarreh sind weitere Wirtschaftszentren der Provinz.

Zanjan
Provinzhauptstadt, Messerkunst & Teppiche
Soltaniyeh
UNESCO-Mausoleum des Öljeitü-Khans
Abhar
Landwirtschaft und Industrie
Khorramdarreh
Wachsendes Regionalzentrum
Provinz 25
Provinz Nord-Khorasan
Nord-Khorasan ist eine 2004 neu geschaffene Provinz im Nordosten Irans, nahe der Grenzen zu Turkmenistan und Afghanistan. Die Region ist überwiegend ländlich geprägt und wirtschaftlich weniger entwickelt. Bojnurd, die Provinzhauptstadt, ist das wichtigste Verwaltungs- und Bildungszentrum.
Die ethnische Zusammensetzung ist vielfältig: Kurden, Turkmenen und Khorasani-Türken leben in der Region nebeneinander. Shirvan und Esfarayen sind bedeutende Industriestandorte mit Zucker- und Textilfabriken. Jajarm ist für seine Nickelmine von wirtschaftlicher Bedeutung.

Bojnurd
Provinzhauptstadt & Verwaltungszentrum, Heimat vielfältiger Ethnien (Kurden, Turkmenen)
Shirvan
Wichtiges Industriezentrum mit Zucker- und Textilfabriken
Jajarm
Bergbaustadt mit bedeutender Nickelmine, wirtschaftliches Zentrum der Region
Esfarayen
Industrie- und Textilzentrum mit Zucker- und Textilfabriken
Provinz 26
Provinz Süd-Khorasan
Süd-Khorasan ist eine dünn besiedelte Wüsten- und Bergprovinz im Südosten des Landes, die an Afghanistan grenzt. Die Region ist geografisch von der Wüste Dasht-e Lut geprägt – einer der heißesten und trockensten Stellen der Erde (UNESCO-Weltnaturerbe). Die Wirtschaft basiert auf Landwirtschaft (Safran, Berberitzen, Baumwolle) und Bergbau.
Birjand, die Provinzhauptstadt, ist das kulturelle und administrative Zentrum der Region. Tabas, bekannt für seinen historischen Garten, wurde 1978 durch ein verheerendes Erdbeben fast vollständig zerstört. Ferdows ist ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum und Namensgeber des berühmten persischen Dichters.

Birjand
Provinzhauptstadt & kulturelles Zentrum, bekannt für Safrananbau und historische Festungen
Tabas
Historische Gartenstadt mit dem berühmten Golshan-Garten, 1978 durch schweres Erdbeben zerstört
Ferdows
Wichtiges Agrarzentrum, Namensgeber des persischen Dichters Ferdowsi
Provinz 27
Provinz Buschehr
Buschehr liegt an der Nordküste des Persischen Golfs und ist eine der bedeutendsten Energie- und Hafenprovinzen Irans. In der gleichnamigen Provinzhauptstadt befindet sich das erste iranische Kernkraftwerk, das in den 2010er Jahren mit russischer Hilfe fertiggestellt wurde. Die Atomanlage hat Buschehr international bekannt gemacht und ist Symbol für Irans Ambitionen in der zivilen Kernenergie.
Der Hafen von Buschehr ist ein wichtiger Umschlagplatz für Waren im Persischen Golf. Borazjan ist ein wachsendes Industriezentrum mit petrochemischen Anlagen. Die Region ist für ihre tropisch-heiße Atmosphäre, üppige Mangrovenwälder und traditionelle arabisch-persische Küstenkultur bekannt. Die Wirtschaft stützt sich auf Fischerei, Petrochemie und Energieerzeugung.

Buschehr
Provinzhauptstadt, Hafenstadt & Kernkraftwerk
Borazjan
Petrochemie & Industrie
Dehdasht
Verwaltungszentrum im Norden
Kangan
Gasfeldregion am Golf
Dashtestan
Landwirtschaftsregion & Historisches Zentrum am Persischen Golf
Provinz 28
Provinz Ilam
Ilam ist eine kleine, aber strategisch wichtige Provinz im westlichen Iran an der Grenze zum Irak. Die Region ist überwiegend von Zagros-Bergketten durchzogen und wird von der lurisch-kurdischen Bevölkerung bewohnt. Die Provinz war während des Iran-Irak-Krieges (1980–1988) besonders stark betroffen und leidet bis heute an den Folgen des Konflikts.
Die Provinzhauptstadt Ilam ist ein bescheidenes Verwaltungs- und Handelszentrum. Dehloran und Mehran liegen nahe der irakischen Grenze und haben strategische Bedeutung für den Grenzverkehr. Die Wirtschaft basiert auf Erdöl, Viehzucht und beschränkter Landwirtschaft. Naturgasreserven bieten Entwicklungspotenzial.

Ilam
Provinzhauptstadt & Verwaltungszentrum, Handelszentrum im Zagros-Gebirge
Dehloran
Ölreiche Grenzregion zum Irak, strategisch wichtiger Wirtschaftsstandort
Mansorabad
Wichtiger Grenzübergang zum Irak, Pilgerroute nach Karbala & Nadschaf
Abdanan
Regionalzentrum mit Erdöl- und Erdgasvorkommen im Süden der Provinz
Darreh Shahr
Historische Region mit antiken Felsreliefs aus der Sassanidenzeit
Provinz 29
Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad
Diese Gebirgsprovinz im Süden Irans ist eine der bevölkerungsärmsten und isoliertesten Regionen des Landes. Das raue Berggelände des Zagros-Gebirges dominiert die Landschaft. Die Bevölkerung, überwiegend aus den Lur-Volksgruppen bestehend, hat eine starke nomadische Tradition.
Yasuj ist die Provinzhauptstadt und wichtigstes urbanes Zentrum. Dogonbadan (auch Gachsaran) ist bedeutend wegen seiner Ölfelder. Die Region leidet unter mangelnder Infrastruktur und wirtschaftlicher Marginalisierung. Dennoch bietet die dramatische Berglandschaft Potenzial für Ökotourismus.

Yasuj
Provinzhauptstadt & wichtigstes urbanes Zentrum, umgeben von dramatischer Zagros-Berglandschaft, Ausgangspunkt für Ökotourismus
Dogonbadan
Bedeutendes Ölfeld-Zentrum, einer der wichtigsten Erdölstandorte im Süden Irans
Provinz 30
Provinz Chaharmahal und Bakhtiari
Chaharmahal und Bakhtiari ist eine Hochgebirgsprovinz im zentralwestlichen Iran, bekannt für ihre spektakuläre Zagros-Landschaft, kalte Sommer und schneereiche Winter. Die Provinz ist Heimat der Bakhtiari, einem der größten nomadischen Stammesverbände Irans, die für ihre saisonalen Wanderungen zwischen Sommer- und Winterweiden berühmt sind.
Shahrekord, die höchstgelegene Provinzhauptstadt Irans, liegt auf über 2.000 Meter Höhe. Die Region ist die Quelle mehrerer wichtiger iranischer Flüsse, darunter des Karun, des längsten Flusses Irans. Landwirtschaft (Kartoffeln, Gerste) und Viehzucht prägen die Wirtschaft. Borujen und Lordegan sind weitere Regionalzentren.

Shahrekord
Höchstgelegene Provinzhauptstadt Irans, über 2.000 m
Bakhtiari-Nomaden
Traditionelle saisonale Wanderungen
Borujen
Weitere Städte der Provinz
Lordegan
Südliches Regionalzentrum im Zagros-Gebirge
Farrokhshahr
Industriestadt nahe Shahrekord
Provinz 31
Provinz Kurdistan
Kurdistan im westlichen Iran ist eine Provinz mit starker, eigenständiger kultureller Identität. Die mehrheitlich kurdische Bevölkerung pflegt eine reiche Tradition in Sprache, Musik, Handwerk und Tracht. Politisch ist die Region historisch von Spannungen zwischen kurdischen Autonomiebestrebungen und dem Zentralstaat geprägt.
Sanandaj, die Provinzhauptstadt, ist ein lebendiges kulturelles Zentrum mit bedeutender Musikszene – die kurdische Musik dieser Region ist für ihre Melodie und lyrische Tiefe berühmt. Saqqez ist eine der bedeutendsten Städte im iranischen Kurdistan und wirtschaftliches Zentrum. Marivan liegt malerisch an einem See nahe der irakischen Grenze und ist für seinen Naturreichtum bekannt. Baneh ist ein wichtiger Grenzhandelsort.

Sanandaj
Kulturelle Hauptstadt des iranischen Kurdistans
Saqqez
Wirtschaftliches Zentrum der Region
Marivan
Grenzstadt mit Seenlandschaft
Baneh
Grenzhandel & traditionelles Zentrum
Bijar
Bekannt für seine hochwertigen Bijar-Teppiche (UNESCO-Kulturerbe)

Iran entdecken: Vielfalt zwischen Kultur, Natur und Identität
31 Provinzen im Überblick
Iran gliedert sich in 31 Provinzen (Ostān), die sich in Größe, Bevölkerungsdichte, Klima und wirtschaftlicher Ausrichtung erheblich unterscheiden. Die folgende Übersicht gibt eine strukturierte Einführung in jede Region.

Nordwesten
Ost-Aserbaidschan, West-Aserbaidschan, Ardabil, Zanjan, Kurdistan
Norden
Gilan, Mazandaran, Golestan, Alborz, Teheran, Qazvin, Semnan
Westen
Kermanshah, Ilam, Hamadan, Lorestan, Markazi
Zentrum
Isfahan, Yazd, Kerman
Süden
Fars, Hormozgan, Buschehr, Chuzestan
Osten
Razavi Khorasan, Nord-Khorasan, Süd-Khorasan, Sistan und Belutschistan
Religiöse Zentren
Qom, Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad, Chaharmahal und Bakhtiari

Vergleichende Übersicht: Irans Provinzen nach Charakter
Die 31 Provinzen Irans lassen sich nach ihrer dominierenden Funktion und geografischen Eigenart in thematische Gruppen einteilen.

Bedeutende religiöse Zentren
Qom, Razavi-Khorasan
Industrielle Kerngebiete
Teheran, Isfahan, Alborz
Öl- und Energiereiche Regionen
Chuzestan, Buschehr
Küsten- und Hafenregionen
Hormozgan, Gilan, Masandaran
Wüsten- und Trockengebiete
Yazd, Semnan, Kerman
Berg- und Stammesgebiete
Kurdistan, Lorestan, Hamadan

Eine strukturierte Übersicht der größten Bevölkerungsgruppen im Iran
nach Sprache, Kultur, Traditionen, Herkunft und Hauptregionen. Die Prozentzahlen sind Schätzungen, weil der iranische Staat keine offiziellen ethnischen Volkszählungen veröffentlicht. Für deine Webseite eignet sich diese Darstellung sehr gut.

1
1. Perser ca. 52 % (Fars)
Persians
Größte Bevölkerungsgruppe im Iran
Hauptsprache: Farsi
Zentrum der persischen Kultur seit über 2500 Jahren
Existenz seit dem Achämenidenreich von Cyrus the Great
Leben hauptsächlich in Zentraliran.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Poesie, Teppichkunst, klassische Musik,
starke Familienkultur
2
Aserbaidschaner ca. 14 % (Azeri)
Iranian Azerbaijanis
Zweitgrößte Gruppe im Iran
Turksprachige Bevölkerung
Seit Jahrhunderten im Nordwesten Irans ansässig
Viele Dynastien Irans hatten aserbaidschanische Wurzeln.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Teppiche aus Tabriz
Volkstänze
Ashiq-Musik
starke Handels- und Geschäftskultur
3
Kurden ca. 10 %
Kurds
Leben seit der Antike im westlichen Gebirge Irans
Viele kurdische Stämme sind sehr traditionsbewusst
Meist sunnitische Muslime.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
traditionelle Kleidung, kurdische Musik, Bergkultur
Stammesstrukturen
4
Gilaki & Mazandarani ca. 9%
Gilaks
Mazandarani people
Leben an der Küste des Kaspischen Meeres
Sehr grüne und regenreiche Region
Eigenständige Sprache und Küche.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Reis- und Teeanbau, Fischerei, traditionelle Holzhäuser
regionale Volksmusik
5
Luren & Bakhtiari ca. 6 %
Lurs
Sehr alte iranische Volksgruppe
Leben überwiegend im Zagros-Gebirge
Viele waren historisch Nomaden.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Nomadenkultur, Pferdehaltung, Stammesmusik
traditionelle schwarze Zelte
6
Belutschen ca. 2 %
Baloch people
Leben seit Jahrhunderten im Südosten Irans
Teilweise nomadische Traditionen
Stammesgesellschaften.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Stickereien, Wüstenkultur, Kamelhaltung, sunnitische Traditionen
7
Araber ca. 2 %
Iranian Arabs
Hauptsächlich in Südwestiran
Viele leben seit Jahrhunderten in Khuzestan
Historisch durch Handel und frühe islamische Expansion verbreitet.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
arabische Musik, Dattelwirtschaft, traditionelle Gewänder
Stammeskultur
8
Turkmenen ca. 2 %
Turkmens
Turkvolk aus Zentralasien
Leben im Nordosten Irans.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Pferdezucht, Teppichkunst, Jurtenkultur, Reiterspiele
9
Qashqai ca. 1%
Qashqai people
Nomadische Turkgruppe
Wandern traditionell zwischen Sommer- und Winterregionen.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Nomadenzelte, Qashqai-Teppiche, Viehzucht, Wanderkultur
10
Armenier, Assyrer & andere Minderheiten weniger als 2 %
Armenians in Iran
Assyrian people
Leben teilweise seit über 1600 Jahren im Iran
Christliche Minderheiten
Sehr wichtige historische Handelsgemeinschaften.
Traditionen: Nowruz (persisches Neujahr)
Kirchen, eigene Schulen, armenische Küche, alte christliche Feste


Historisch stammt Nowruz aus dem alten iranischen Kulturraum und hat zoroastrische Wurzeln, aber heute gilt es als gemeinsames Kulturerbe aller iranischen Volksgruppen.

Bevölkerungsreiche vs. dünn besiedelte Provinzen

Flächenmäßig größte Provinzen
Sistan und Belutschistan
Ca. 181.785 km² – größte Provinz Irans, dünn besiedelt
Kerman
Ca. 183.285 km² – Bergbau und Wüste
Razavi Khorasan
Ca. 118.854 km² – religiöse Bedeutung
Semnan
Ca. 97.491 km² – Wüste Kavir



Top 5 bevölkerungsreichste Provinzen
Teheran
Hauptstadtprovinz
Razavi Khorasan
Religiöses Zentrum
Isfahan
Kulturelles Herz
Fars
Historische Kernregion
Khuzestan
Ölreichste Provinz

UNESCO-Welterbe in Irans Provinzen
Iran besitzt über 25 UNESCO-Welterbestätten – eine außergewöhnliche Dichte an kulturellem und natürlichem Erbe, die sich über viele Provinzen verteilt.

Persepolis – Provinz Fars
Zeremonialhauptstadt des Achämenidischen Reiches, erbaut unter Darius I. und Xerxes.
Naqsh-e Jahan – Provinz Isfahan
Größter historischer Stadtplatz der islamischen Welt aus der Safawidenzeit.
Altstadt Yazd – Provinz Yazd
Eine der ältesten Lehmarchitekturstädte der Welt mit ikonischen Windtürmen.
Basar Tabriz – Provinz Ost-Aserbaidschan
Einer der größten überdachten Märkte der Welt mit tausendjähriger Geschichte.

Wirtschaftliche Schwerpunkte der Provinzen

Energie & Öl
Chuzestan, Buschehr, Ilam, Süd-Khorasan
Industrie & Produktion
Teheran, Isfahan, Alborz, Ost-Aserbaidschan, Markazi, Qazvin
Religion & Pilgertourismus
Qom, Razavi Khorasan
Landwirtschaft & Natur
Gilan, Mazandaran, Golestan, Fars, Hamadan, Chaharmahal und Bakhtiari
Bergbau & Rohstoffe
Kerman, Zanjan, Nord-Khorasan
Handel & Häfen
Hormozgan, Buschehr, Sistan und Belutschistan
Irans Wirtschaftsstruktur ist regional stark differenziert: Während Teheran und Isfahan als Industriezentren dominieren, prägen Erdöl im Südwesten, Bergbau im Osten und Landwirtschaft im Norden das regionale Profil. Diese Diversität ist gleichzeitig Stärke und Herausforderung für die nationale Wirtschaftspolitik.


Iran – Vielfalt einer Nation
Von den schneebedeckten Bergen Ardabils bis zu den glühenden Salzwüsten Yazdas, von den grünen Reisfeldern Gilans bis zu den belebten Häfen Hormozgans: Iran vereint in seinen 31 Provinzen eine außergewöhnliche geografische, kulturelle und ethnische Vielfalt.

1
1
Bergregionen
Kurdistan, Lorestan, Ardabil, Chaharmahal, Hamadan
2
2
Küstenregionen
Gilan, Mazandaran, Golestan, Hormozgan, Buschehr
3
3
Wüstenregionen
Yazd, Semnan, Sistan-Belutschistan, Süd-Khorasan
4
4
Metropolregionen
Teheran, Isfahan, Alborz, Razavi Khorasan



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